Sicher und nachweisbar schweissen dank Datenmanagement

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Von der Auto-Karosserie bis zur Eisenbahnbrücke, von der Produktionsanlage in der Industrie bis zu Öl- und Gas-Pipelines: Überall, wo geschweißt wird, erwarten Hersteller und Anwender eine einwandfreie und nachweisbare Qualität. Schließlich sind stabile und fehlerlose Schweißnähte für die Funktion und Sicherheit der gefertigten Produkte ausschlaggebend. Eine kontinuierliche Qualitätssicherung mithilfe spezieller Überwachungs- und Prüfsysteme ist daher in den meisten Unternehmen von zentraler Bedeutung.

Kriterien für Qualität sind klar definiert

Es gibt Industriezweige, in denen die Qualitätssicherung durch Normen und Vorschriften geregelt ist – etwa im Stahl-, Kraftwerks- und Rohrleitungsbau. In anderen Branchen wie zum Beispiel der Automobilindustrie liegt sie dagegen in der Verantwortung der Hersteller. In beiden Fällen müssen bestimmte Merkmale des fertigen Produkts einen gewissen Grad von Anforderungen erfüllen, aus denen sich seine Qualität ableiten lässt. Im Fall von Schweißverbindungen sind das unter anderem die Nahtoberflächengeometrie, Poren und Einschlüsse, Oberflächenrisse, Festigkeit, Dichtheit, Einbrand und Härteverlauf.

All diese Kriterien lassen sich anhand einer Produktprüfung überwachen – dies ist allerdings aufwändig und teuer, besonders bei großen Stückzahlen. Schließlich muss theoretisch jedes einzelne Teil mithilfe verschiedener Verfahren auf sämtliche Merkmale hin geprüft werden. Hinzu kommt, dass einige Kriterien wie Einbrand oder Festigkeit nur durch zerstörende Prüfverfahren ermittelt werden können – das bedeutet, das geprüfte Teil ist hinterher unbrauchbar. Ein gängiger Kompromiss ist das Durchführen von Stichproben. Damit lassen sich Qualitätsmängel allerdings nicht gänzlich ausschließen.

Fertigungsüberwachung verbessert Qualitätssicherung

Aus diesem Grund bietet es sich an, nicht nur die Qualität des Produkts, sondern auch der Fertigung zu überwachen. Anhand unterschiedlicher Parameter können Betreiber eindeutig ermitteln, ob die Fertigung korrekt abläuft oder ob Störungen vorliegen. Bei Schweißsystemen sind das beispielsweise Spannung, Strom, Drahtvorschub oder Schweißgeschwindigkeit. Liegen sämtliche beobachteten Werte innerhalb definierter Toleranzen, kann der Hersteller von einer fehlerfreien Fertigung ausgehen – und damit auch von einer einwandfreien Produktqualität.

Datenmanagement macht Schweißtechnik transparent

Das massenhafte Erfassen, Speichern und Verarbeiten von Daten – auch bekannt unter dem Begriff Big Data – bietet hierfür ein enormes Potenzial. Moderne Schweißsysteme erfassen prozessrelevante Informationen kontinuierlich in hoher Auflösung und geben sie in digitalisierter Form weiter. Mithilfe eines Datenmanagement-Systems können Anwender diese Parameter beobachten und damit eine optimal auf den jeweiligen Einsatzfall abgestimmte Fertigungsüberwachung konfigurieren. Es lässt sich flexibel bestimmen, welche Kriterien geprüft werden und wie eng dabei die Toleranzen sind.

Manuell oder automatisch in den Fertigungsablauf einzugreifen, um Störungen zu erkennen und zu beheben, ist ebenfalls problemlos möglich. Damit kann die Fertigungsüberwachung eine teure Produktprüfung in vielen Fällen ersetzen. Bei besonders hohen Ansprüchen lassen sich auch beide Verfahren kombinieren – das bietet Kunden und Herstellern die größtmögliche Sicherheit beim Qualitätsmanagement.

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