Schweissrauch: Warum eine Schweissrauchabsaugung so wichtig ist

Schweißrauch

Grundsätzlich gilt, Schweißen ist immer mit UV-Strahlen, hoher Wärmeentwicklung und Abgasen verbunden. Die Gefährdungen sind vom jeweiligen Schweißverfahren abhängig. Häufig enthält der damit verbundene Schweißrauch gesundheitsschädliche Schadstoffe, die mit dem richtigen Schweißrauchabsaugsystem keinerlei Probleme darstellen.

Was kann das für die Atemwege bedeuten?

Beim Einatmen dringen die Gefahrenstoffe über die Luftröhre in die Bronchien und weiter in die Lunge. Die als Feinstaub bezeichneten Nanopartikel sind auf Grund ihrer Größe in der Lage, durch die Zellwand direkt in die Lungenbläschen vorzudringen. Aber das muss nicht sein.

Diese gesundheitsschädigenden Luftverunreinigungen, die vor allem im Anlagen-, Behälter-, Maschinen- und Stahlbau, in der Automobil- und Zulieferindustrie, bis hin zum Schienenfahrzeug- und Schiffbau konzentriert entstehen, können von Schweißrauchabsaugbrennern in Verbindung mit einem Schweißrauchabsaugsystem direkt am Entstehungsort beseitigt werden.

Schweissrauchabsaugbrenner – beste Schweissergebnisse bei optimalen Schutz

Die möglichst vollständige Schweißrauchabsaugung direkt am Entstehungsort ist das Maß aller Dinge.

Einflüsse auf die Absaugeffizienz:

Schweißverfahren:
Das Schweißverfahren hat einen großen Einfluss auf die Rauchentwicklung (z.B. Schweißung hochlegierter Stoffe)

Brennergeometrie:
Die Brennergeometrie ist wesentlich für die Schutzgasströmung und die Absaugung

Schweißposition:
z.B. warmer Rauch steigt auf, CO2 sinkt zu Boden

Absaugleistung:
Ist die Absaugleistung zu gering, sinkt die Absaugeffizienz, ist sie zu groß, wird Schutzgas abgesaugt und es kommt zu Schweißfehlern.

Schutzgas:
Das Schutzgas und der Schutzgasvolumenstrom beeinflussen das Schweißergebnis und die Absaugeffizienz. Gase reagieren
unterschiedlich, z.B. CO2 erzeugt mehr Rauch als Argon.

Beim Schutzgas handelt es sich um Gase, welche eingesetzt werden, um die Atmosphäre zu verdrängen. Es schützt die Schweißnaht vor Sauerstoff und anderen Gasen aus der Umgebungsluft. Ohne Schutzgas gelingt keine saubere und bruchfeste Schweißnaht.

Den Schweissrauch und nicht das Schutzgas abzusaugen ist die Herausforderung

Bei einer zu direkten Schweißrauchabsaugung ist die Sauerstoffkonzentration verhältnismäßig hoch, da auch Schutzgas abgesaugt wird. Das kann in Folge bei manchen Materialien zur Porenbildung führen. Der zur Vermeidung eingesetzte Schutzgasvolumenstrom führt aber wiederrum zu einem hohen Schutzgasverbrauch.

Um eine gute Qualität der Schweißnaht zu erreichen, liegt die Norm für zugeführtes Schutzgas bei 13 bis 16 l/min. Bei den Schweißrauchabsaugbrennern von Fronius ist die Schweißrauchabsaugung so konzipiert, dass der Schweißrauch zur Seite strömt und dann erst erfasst wird. Daher ist ein geringerer Schutzgasvolumenstrom nötig. Mit 10 l/min. (Laborwerte) Schutzgasverbrauch erzielt man qualitativ hochwertige Schweißergebnisse, bei erheblichem Einsparpotenzial. Andere Brenner mit Düsenöffnung an der Brennerspitze erfassen das Schutzgas direkt und benötigen daher einen höheren Schutzgasvolumenstrom von mindestens 13 bis 16 l/min um eine gute Nahtqualität zu erreichen.

Nützliche Links:
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Schutzausrüstung

FumeEX – 50 mm Schlauch (270A – 9m / min, 18 mm Stickout, G3Di1 1,2 mm,
Corgon 10 lt. / min.)

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